Besonderheiten

Was zeichnet uns aus?
Englisch wird bei uns bereits ab der ersten Klasse kennen gelernt. Wenn Englisch in der dritten Klasse dann zum Regelfach wird, beginnen wir bereits mit der zweiten Fremdsprache – wahlweise mit Französisch oder Spanisch.
„Ich höre, und ich vergesse;
ich sehe, und ich erinnere;
ich tue, und ich verstehe.“
(chinesisches Sprichwort)
Nach diesem Motto gestalten wir unseren Fremdsprachenunterricht. Durch kleine Geschichten, die die Schüler im Unterricht nachspielen, gelingt es uns, möglichst viele Realsituationen zu schaffen. Dabei ist der ganze Körper im Einsatz, was die Kinder beim Sprachenlernen zusätzlich unterstützt. In der Fremdsprachendidaktik spricht man vom „ganzheitlichen Lernen“. Somit überwinden die Kinder ihre Ängste, sich in der Fremdsprache zu äußern und Fehler zu machen. Es bereitet ihnen viel Spaß und sie können viele eigene Ideen einfließen lassen.
Wir sehen in den Ganztagsangeboten nicht nur auf der einen Seite eine vielseitige spezifische Förderung oder etwa auf der anderen Seite „nur“ eine unspezifische Betreuung der Kinder. Im außerunterrichtlichen Miteinander liegt gerade für soziale Kompetenzen ein häufig stark unterschätztes Potenzial, auf das wir besonderen Wert legen wollen. In diesen Bildungsbereich lässt sich auch der enge Kontakt mit den Tieren auf unserem Schulgelände einordnen. Neben Toleranz ist auch eine positive Einstellung zu Tieren eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme an unsere Schule. Der Umgang mit Tieren geht über das tägliche Füttern deutlich hinaus: Kinder übernehmen Verantwortung. Tiere gelten dabei vielen Kindern als Modell, an dem sie sich beispielsweise zärtliches Verhalten in der Mutter-Kind-Beziehung abschauen, aber auch Geburt, Krankheit oder Abschied miterleben. Auch empfinden sie Tiere als (schweigsame) Kameraden, mit denen sie (gegebenenfalls auch im Geheimen) Sorgen und Freuden teilen. Viele emotionale Eindrücke müssen sie verarbeiten, sie lernen aber wiederum ebenso Pflege und schöne Stunden mit Streicheleinheiten bei den Tieren kennen. In den Ferien dürfen Kinder die Schützlinge nach vorheriger Absprache auch mit nach Hause nehmen.
Diese insgesamt bleibenden Eindrücke lassen den oftmals auch die Kinder schon anstrengenden Alltag vergessen. Manch Kummer kann so schon behoben werden, bevor er die Seele belastet.

So wird der neben Bildung zweite große Auftrag an Schule deutlich, der ständig präsent ist jedoch nur selten explizit formuliert wird:
Letztlich wird diese bei uns getragen durch eine Partnerschaft zwischen Eltern und Schule. Sie schlägt sich beispielsweise in der Gremienarbeit nieder, aber auch in einem bedeutenden Elternengagement, zum Beispiel in unserem Förderverein, dessen Engagement wir bereits viel zu verdanken haben. Nichtalltägliche Höhepunkte im Schulleben sind etwa Projekttage, jährliche Klassenfahrten (sie steigern sich in der Regel von einer Lesenacht in Klasse 1 bis zu vier Übernachtungen ab Klasse 4), musikalische Auftritte und Teilnahmen an diversen außerschulischen Bildungsangeboten und Wettbewerben.
Unsere fünften und sechsten Klassen werden am Schiller Gymnasium Potsdam unterrichtet. Dort finden sie nicht nur Fachräume (etwa Biologie und Physik) vor, sondern lernen auch eine andere Form des Schulalltags kennen. Sie erleben hier den Oberschulbetrieb und gewöhnen sich an ihn. So kann ihnen die Sorge vor dem Übergang in eine spätere neue Schule genommen werden.
Die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen, die am Standort Schiller Gymnasium unsere Schüler unterrichten, funktioniert hervorragend. Auch im Rahmen außerunterrichtlicher Angebote nutzen wir unter anderem ein Teil des dortigen AG-Angebots, insbesondere aber die Idee des Schiller Gymnasiums zur Förderung der Selbstständigkeit im Konsultationsmodell  (anstelle „klassischen“ Förderunterrichts), das wir neben klassischer Hausaufgabenbetreuung nachmittags anbieten.
Seit dem Schuljahr 2007/2008 gilt in Brandenburg das neue Übergangsverfahren in die Oberschulen, das sogenannte Ü7-Verfahren. Es nötigt auch uns, eine Gymnasialempfehlung nur in Erwägung ziehen zu dürfen, wenn die Notensumme der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch – ausschließlich im ersten Halbjahr der sechsten Klasse – die Zahl sieben nicht übersteigt. Darüber hinaus muss je eine zentrale Vergleichsarbeit (die sogenannte ZVA6) in den Fächern Deutsch und Mathematik geschrieben werden, die mit 20% der jeweiligen Halbjahresnote zu veranschlagen ist – zum Versetzungszeugnis wird ihre Wertigkeit dann auf das Maß einer „normalen“ Klassenarbeit herabgesetzt.
Dies verdeutlicht das besondere Gewicht der drei Fächer, insbesondere von Deutsch und Mathematik. Neben einer allgemeinen Hausaufgabenbetreuung bieten wir in jenen drei Fächern am Standort Schiller-Gymnasium, also in den fünften und sechsten Klassen, Konsultationsstunden an. Daher stellten wir wöchentlich zweimal Englisch- und je dreimal Deutsch- bzw. Mathematikfachpersonal zur Verfügung. Dieses Konsultationsmodell ersetzt in den fünften und sechsten Klassen das (in den ersten bis vierten Klassen weiterhin praktizierte) Förderkonzept der Differenzierungsstunden. Trotzdem erhalten die fünften und sechsten Klassen wöchentlich eine Stunde Deutsch und eine Stunde Mathematik mehr als die Grundschulverordnung vorsieht.